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Lebensräume im Naturpark

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Lebensraum Streuobstwiese
Obstbäume bieten Vitamine und Verstecke

Ob frisch vom Baum, entsaftet, getrocknet oder vergoren: Äpfel, Zwetschgen und Kirschen waren lange Zeit die wichtigsten Vitaminquellen und eine Bereicherung des Speiseplans.

Verstreut standen die Obstbäume in der Landschaft – so soll sich der Name „Streuobstwiese“ herleiten.

  
 
Noch heute blühen in vielen Orten des Naturparks Frankenhöhe die hochstämmigen alten Obstbäume. In ihnen siedeln sich viele „Untermieter“ an. Die Blüten, Früchte, Blätter, Astlöcher, Rindenritzen und Höhlen eines Apfelbaumes bieten reichlich Nahrung und Versteck für unzählige Kleintiere. Aber auch große Tiere, wie der Siebenschläfer und der Steinkauz, quartieren sich hier gerne ein.


Lebensraum Fließgewässer
Am Wasser lässt sich´s leben


Die ersten Menschen siedelten in der Nähe des Wassers. Flüsse, Seen und Bäche bildeten die Lebensadern der Zivilisation. Die Menschen nutzten das Wasser zum Trinken, Kochen, Bewässern, Waschen, Fischen und transportierten ihre Waren auf den Wasserwegen.

  
 
Im Naturpark Frankenhöhe vermittelt Ihnen der Lebensraum Wasser besondere Naturerlebnisse: Dort wo sich die Tauber ihr tiefes Tal gegraben hat, können Sie an romantischen Plätzen den schillernden Eisvogel und die seltene Wasseramsel beobachten.

Brachvogel und Bekassine lassen ihren beeindruckenden Balzgesang auf den ausgedehnten Wiesenflächen der ruhig fließenden Altmühl erklingen.


Lebensraum Halbtrockenrasen
Weiße Wolle, bunte Blüten


Seit vielen Generationen ziehen Schäfer mit großen Herden über die Frankenhöhe.
Durch das stetige Abfressen der Pflanzen hat sich ein Lebensraum entwickelt, der so ganz anders ist als der Wald. Pflanzen siedeln sich an, die viel Licht benötigen und auch auf magerem, trockenen Boden gedeihen. 

  
 
Darunter auch wohlriechende blühende Kräuter wie Thymian, Glockenblumen und Orchideen. Ihr Duft und Farbenspiel locken unzählige Bestäuber an: Schmetterlinge, Hummeln, Schwebfliegen, Wildbienen und viele andere Insekten. Von denen leben wiederum Räuber wie Zauneidechse und Neuntöter.

So entstehen auf den Mager- und Halbtrockenrasen miteinander verflochtene Lebensgemeinschaften.


Lebensraum Wald
Bäume – die grünen „Kraftwerke“


Jedes einzelne Blatt eines Baumes ist ein kleines „Kraftwerk“. Mit der Sonne als „Motor“ produziert es Energie und Sauerstoff. Die großen Waldflächen im Naturpark Frankenhöhe verfügen über Milliarden solch kleiner Fabriken.

Doch der Wald liefert nicht nur unseren Sauerstoff – er ist auch Lebensraum vieler Pflanzen- und Tierarten.

  
 
In den Naturwaldreservaten des Naturparks greift der Mensch nicht mehr in den immerwährenden Prozess von Wachsen, Werden und Vergehen ein: Alte, absterbende Bäume werden zu Stätten neuen Lebens. Pilze, Farne, junge Bäume, Käfer, Spechte und Baummarder – hier findet jeder seinen Platz.


Die oben abgebildeten Lebensräume können sie als Postkarten - im Satz 2,50 € - bei der Touristinformation Romantisches Franken, Kirchberg 4, 91598 Colmberg, Tel. 09803/94141 erwerben.