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Qualitäts-Naturpark Frankenhöhe

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Wir haben es zum zweiten Mal geschafft! Wir dürfen uns für die nächsten 5 Jahre - bis 30.09.2017 - wieder mit dem Titel "Qualitäts-Naturpark" schmücken.
Zu diesem hohen Anspruch gesellt sich auch die Herausforderung hin zu mehr erneuerbaren Energien. Als zweiter bayerischer Naturpark haben wir uns zu einem Zonierungskonzept Windkraft für unser Landschaftsschutzgebiet entschlossen. Dieses Pilotprojekt wurde durch den Freistaat Bayern gefördert. Unser Ziel, der weitgehende Erhalt des Landschaftsbildes, der naturverträglichen Erholung bei gleichzeitiger Öffnung des Naturparkes für Windkraft ist eine große Herausforderung. Das Ergebnis mündete in eine neue Schutzgebietsverordnung für den Naturpark Frankenhöhe und fand auch Eingang in den Regionalplan.

Wir erhoffen uns im 40. Jahr der Aufbauarbeit weitere Impulse zur Verbesserung unserer Arbeit. Mehr Informationen erhalten Sie unter www.naturparke.de .

Wir danken allen unseren Partnern für ihre Hilfe.



Wanderweg Europäische Wasserscheide

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 Qualitätssiegel Wanderbares Deutschland
Qualitätssiegel Wanderbares Deutschland


Weiterer Ausblick für 2016: Um das Thema Europäische Wasserscheide entlang des Wanderweges besser erlebbar und direkt sichtbar zu machen, wird an Stellen, wo ein Bächlein/Bach/Fluss vom Weg aus zu sehen ist, dessen Namen, die Fließrichtung und der weitere Verlauf bis hin zur Mündung - entweder in die Nordsee oder ins Schwarze Meer -beschrieben. In der Vorbereitung haben wir gesehen, dass sich die Fließrichtung manchmal schon innerhalb weniger 100 Meter ändert! Des Weiteren sollen Schilder mit Höhenangaben an Orten, wo der Wanderweg die Wasserscheide selbst quert oder länger direkt auf der geologischen Besonderheit verläuft, das Thema Europäische Wasserscheide entlang des Weges präsenter werden lassen - immerhin verläuft diese geologische Besonderheit von Spanien bis in den Ural - und auch auf ca. 100km durch unseren Naturpark.
Auch haben wir bereits im Sommer 2014 den Wanderweg in den Bereichen Karrachsee (Gemeinde Windelsbach), Magdalenenbrünnlein (Schillingsfürst) und Golfplatz Schönbronn (Buch am Wald) verlegt. Daduch konnten wir zum einen den Weg noch naturbelassener führen und auch das Naturschutzgebiet Kühberg anschließen. Ein paar zusätzliche Schilder zum Naturschutzgebiet, zur Erläuterung schöner Aussichten bzw. dem Gragonersgrund runden unsere Vorhaben, die im Herbst 2016 abgeschlossen sein werden, ab.

Verlauf der Europäischen Wasserscheide im Naturpark FrankenhöheMit diesem PDF-Dokument können Sie den Verlauf der Europäischen Wasserscheide im Naturpark Frankenhöhe herunterladen.

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Landschaftspflege im Taubertal

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Abwechslungsreiche Kulturlandschaft

Im Taubertal findet man auf engstem Raum ein vielfältiges Mosaik verschieden genutzter Flächen: Extensives Grünland, Brachflächen, Streuobstwiesen, Gebüsche, Heckenriegel...


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Bis vor etwa 100 Jahren war das Taubertal Weinbaugebiet. Hiervon zeugen die vielen Mauern, die die steilen Hänge terrassieren. Auch die mächtigen Steinriegel, meist an den Grundstücksgrenzen, sind ein Hinweis auf die frühere Nutzung.

Nach Aufgabe des Weinbaus dienten die Flächen vor allem der Heugewinnung. Durch die extensive Grünlandnutzung entstanden wertvolle Salbeiwiesen in den flacheren Hangbereichen und bunte Halbtrockenrasen in den Steilhanglagen.

Durch den vollständigen Rückzug der Landwirtschaft ist diese Vielfalt bedroht, da die Flächen aufgrund mangelnder Nutzung verbuschen. Mehr Informationen unter www.lpv-mfr.de


 Landschaftspflege ist oft schweißtreibende Arbeit
Landschaftspflege ist oft schweißtreibende Arbeit.
Im Einsatz für Natur und Landschaft
Um die wertvollen Lebensräume im Taubertal zu erhalten, ist Pflegemahd nötig.

Die Landwirte im Taubertal haben sich zum Teil spezielle Bergmäher angeschafft, um die extrem steilen Hänge bewirtschaften zu können.

Wo die Flächen bereits soweit zugewachsen sind, dass Mahd nicht mehr möglich ist, muss durch gezielte Entbuschungen erst wieder Offenland geschaffen werden.


 Zugunsten wertvoller Pflanzen - hier: Helm-Knabenkraut (Orchis militaris)
Zugunsten wertvoller Pflanzen - hier: Helm-Knabenkraut (Orchis militaris).
Umsetzung des Pflege- und Entwicklungskonzeptes Taubertal
Der Landschaftspflegeverband Mittelfranken setzt das vom Landesamt für Umweltschutz erstellte Pflegekonzept mit Mitteln des Naturparks Frankenhöhe, des Bezirks Mittelfranken sowie des Landkreises Ansbach um.

Seltene Schätze auf unseren Hutungen

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Auch auf anderen Hutungsflächen im Naturpark Frankenhöhe wird Landschaftspflege betrieben. Sei es druch unsere vierbeinigen Landschaftspfleger oder durch mühevolle Handarbeit unter Anleitung des Fachpersonals vom Landschaftspflegeverband Mittelfranken.
Hier zwei typische Orchideen unserer Htutungsflächen. Bilder und Text von Wolfgang Subal.

Kleines Knabenkraut (Orchis morio)

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 Kleines Knabenkraut (Orchis morio)
Kleines Knabenkraut (Orchis morio).

Kaum eine andere Pflanzenart ist in den letzten 100 Jahren derart stark zurückgegangen. Früher verzichtete man aufgrund ihrer Häufigkeit auf die Nennung genauer Fundorte. Ihre „Salep“ genannten Wurzelknollen waren ein beliebtes und gesuchtes Heilmittel. Das Aufsammeln der Knollen war vor allem eine Sache armer Familien, die sich damit etwas Geld verdienten.
Heute ist die Art in Bayern stark gefährdet und selbst viele Fundorte aus den letzten 20 Jahren existieren nicht mehr. Die beiden Hauptursachen sind der starke Rückgang der Schafbeweidung in Fläche und Intensität sowie die massive Düngung aus der Luft (CO2, Stickoxide).
Auf mageren Wiesen und Weiden der Frankenhöhe existieren noch etliche, aber oft nur kleine Bestände.


Herbst Drehwurz oder Wendeldähre (Spiranthes spiralis)

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 Herbst Drehwurz oder Wendeldähre (Spiranthes spiralis)
Herbst Drehwurz oder Wendeldähre (Spiranthes spiralis).

Die konkurrenzschwache Orchideenart hat auf den Hutungen der Frankenhöhe ihren bayernweiten Schwerpunkt. Ursache ist die bis heute in der landschaft sichtbare große Ausdehnung von Schafweiden mit dem relativ nährstoffarmen Substrat aus Sandsteinkeuper.
Auch auf der Frankenhöhe wurden jedoch zahlreiche Weiden aufgelassen. Sie vergrasten und verbuschten in der Folge, so etwa längs der A7. Dadurch ist die nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtline geschützte Art an vielen früheren Fundorten heute verschwunden, so etwa bei Berbersbach, bei Gräfenbuch, am Schloßbuck Dornberg.
Trotzdem - man findet die hübsche, aber unscheinbare noch ab August auf sehr kurzrasigen, gut beweideten Schafweiden und Obstwiesen.