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Rothenburg ob der Tauber

Einwohner: 11260

Fläche: 41,75 km2

Ortsteile: Rothenburg ob der Tauber, Bettenfeld, Brundorf, Detwang, Hemmendorf, Herrnwinden, Leuzenbronn, Reusch, Schnepfendorf, Steinbach, Vorbach

Die weltweit bekannte, mittelalterliche Stadt Rothenburg ob der Tauber bildet mit der gleichnamigen Gemeinde einen Teil des westlichen Randes des Naturparks und der Grenze von Bayern zu Baden-Württemberg. Überaus weitverbreitet ist das Motiv des Plönleins. Der Blick auf ein schiefes Fachwerkhaus mit Brunnen, an dem man links und rechts vorbei gleichzeitig in zwei Gassen mit jeweils einem Turm sehen kann. Doch die Gemeinde hat noch viel mehr zu bieten als das bekannte „Bild“. Landschaftlich ist es eine sehr schöne und malerische Gegend, geprägt von den tiefen Tälern der Flüsse und Bäche, und den Anhöhen der Hohenloher Ebene und der Frankenhöhe. Idyllische Wege für Radfahrer und Wanderer führen zwischen Weinbergen, Mühlen am Tauber- und Steinbachtal, Aussichtspunkten mit Panoramablick auf die Altstadt und vielem mehr vorbei. Bekannt ist dabei auch der Jakobsweg, ein Pilgerweg, den man wenn möchte bis zur Grabstätte in Santiago de Compostela in Spanien entlangwandern kann. In Rothenburg führt er zur Jakobskirche, die mitten in der Altstadt thront. Neben dem prächtigen Gebäude aus dem 15. Jahrhundert, finden sich in der Altstadt noch mehr Besonderheiten. Die begehbare Stadtmauer mit Türmen, die Tore, der Markplatz mit Rathaus, der Burggarten, Museen, zahlreiche Gasthäuser und Hotels … am besten überzeugt man sich selbst von der beeindruckenden Atmosphäre, während man durch die mittelalterlichen Gassen schlendert. Feste und Feierlichkeiten wie die Reichsstadttage, der Meistertrunkt, das Taubertal Festival, der weihnachtliche Reiterlesmarkt und vieles mehr, bilden die Höhepunkte des Gemeinschaftslebens dort. Zu den wertvollen Landschaften der Gemeinden und des Naturparks, sind vor allem die Naturschutz- und FFH-Gebiete zu zählen. Dazu gehören unter anderem im Ortsteil Bettenfeld die Schandtauberhölen. Eine der größten Muschelkalkhöhlen Süddeutschlands mit einem einzigartigen natürlichen Höhlsystem, Damit dieser sensible und geschützte Lebensraum erhalten und ungestört bleibt, ist das Naturschutzgebiet jedoch nicht begehbar. Besuchen kann man aber stattdessen das Naturschutzgebiet „Vogelfreistätte großer und kleiner Lindleinsee“. Aufgestaute Teiche mit wertvollen Verlandungszonen und Streu- und Feuchtwiesen. Viele Vogelarten und andere Tier- und Pflanzenarten fühlen sich hier wohl und Überwintern auch in den Biotopen. Das Schandtauber-, Tauber- und Steinbachtal repräsentieren außerdem ein Mittelgebirgsflusstal mit vielfältigen Komplexlebensräumen. Entlang der Flüsse ergibt sich ein Mosaik aus Trockenstandorten an den Hängen, Streuobstwiesen, Hecken- und Gebüschen, Laub- und Mischwäldern, Auewiesen und den Still- und Fließgewässern selbst. Neben all den genannten Highlights der Gemeinde wurde jetzt noch einiges nicht erwähnt und der eine oder andere wird sagen: „Aber was ist mit …?“. Am besten ist es wie überall, sich vor Ort umzusehen und selbst hautnah von der spannenden Geschichte und den Sehenswürdigkeiten Rothenburgs bezaubern zu lassen.