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Schillingsfürst

Einwohner: 2740

Fläche: 27,5 km2

Ortsteile: Schillingsfürst, Stilzendorf, Schorndorf, Leipoldsberg, Faulenberg, Neuweiler, Wohnbach, Altengreuth, Neureuth, Bersbronn, Stützenhof, Ziegelhütte, Schafhof, Wittum, Ölmühle

Direkt an der romantischen Straße liegt die Stadt Schillingsfürst, welche der Hauptort der gleichnamigen Gemeinde Schillingsfürst ist. Die Geschichte der Stadt begann mit Siedlern die vermutlich das breite Tal und die Wörnitzquelle verlockend fanden und somit dort den Ort Frankenheim gründeten. Der Name Schillingsfürst kommt von „Xillingesfürst“ was den bewaldeten Bergrücken meinte. Darauf stand auch schon bereits in frühen Jahren eine Burg. Diese wurde im Laufe der Zeit einige Male zerstört, bis das heutige Schloss errichtet wurde. Zunächst waren die Herren von Schillingsfürst die Besitzer der Fliehburg, bis nach dem 12. Jahrhundert die Hohenloher von da an, die Geschichte des Ortes schrieben und prägten. Die Burg und Frankenheim erlitten immer wieder ein auf und ab. Den letztendlichen Umbruch zu besseren Zeiten schaffte Fürst Chlowig von den Hohenlohern, in dem er wohlhabend heiratete. Interessant ist auch die Geschichte der Menschen zu erfahren, die damals im Zuge des Ansiedlungsaufrufes nach Schillingsfürst kamen. Daraus entstand auch das heute noch teilweise gesprochenen „Jenisch“. Im Jahre 2000 feierte der Ort nun schon sein 1000-jähriges Bestehen. Das Barockschloss sieht man jedenfalls schon von Weitem und ist dort thronend auf dem Bergsporn das Wahrzeichen der Stadt. Mit fürstlichem Jagdfalkenhof – bei Flugvorführungen kann man fast alle europäischen Greifvogelarten zu Gesicht bekommen –, einer Parkanalage und einem atemberaubenden Ausblick, hat die Residenz einiges zu bieten. Bekannt ist Schillingsfürst außerdem auch als Wasserstadt. Im Brunnenhaus, befindet sich die in Deutschland einzigartige Ochsentretanlage. Sie diente lange Zeit dazu Wasser hoch ins Schloss zu befördern und ist bis heute noch komplett erhalten. Zur Erhöhung des Wasserdrucks errichtete man circa 30 Jahre später einen Wasserturm neben das Brunnenhaus. Der im wilhelminischen Stil eines Leuchtturms gebaute Turm, diente bis in die siebziger Jahre der Wasserversorgung von Schillingsfürst. Zum Wandern und Radfahren in der Gemeinde eignen sich besonders der Europäische Wasserscheideweg, die Historische Grenzsteinlinie oder der Radrundweg „Historische 8“. Wer kunstinteressiert ist, für den ist vielleicht die Galerie des Schillingsfürster Künstler Ludwig Doerfler etwas, das sein Lebenswerk aus dem 20. Jahrhundert enthält.